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Die KandidatInnen für die Tiroler Landtagswahlen

19.02.2018

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Meine Abgeordneten recherchierte in den vergangenen beiden Wochen die Lebensläufe der - aus unserer Sicht - 42 aussichtsreichsten KandidatInnen für die 36 Mandate des Tiroler Landtages, der am 25. Februar neu gewählt wird. Die Dossiers zu den Kärntner Landtagswahlen folgen nächste Woche.



Wie auch in Niederösterreich war es zum Teil sehr schwierig, öffentlich verfügbare Informationen zu finden. Insbesondere auf den offiziellen Websites der Landesparteien sucht man vergeblich nach biografischen Angaben zu den KandidatInnen. „Was wir uns an grundlegenden Informationen von den Landesparteien bzw. den KandidatInnen selbst wünschen sind ein hochauflösendes Pressefoto, Geburtsdatum und -Ort, Bildungslebenslauf und Berufslebenslauf sowie Kontaktdaten. Diese Informationen sind durchaus auch für potentielle WählerInnen das absolute Minimum, um sich über die KandidatInnen auch ein Bild machen zu können.“, appelliert Sepp Vinatzer, Präsident des Vereins Respekt.net.

Von den 42 recherchierten KandidatInnen sind 17 Frauen und 15 AkademikerInnen. Die Unterschiede offenbaren sich bei einem näheren Blick auf die Zusammensetzung der einzelnen Listen:

Der Frauenanteil liegt bei SPÖ und Grünen jeweils über der Hälfte, bei der ÖVP sind 7 der 17 aussichtsreichen KandidatInnen weiblich, bei der FPÖ nur 2 von 10. Die beiden Erstgereihten der NEOS sind Männer, die Listen von Fritz und family werden von einer Frau angeführt, jene von impuls-tirol von einem Mann.

Der Akademikeranteil liegt bei ÖVP, SPÖ und FPÖ jeweils bei etwa einem Drittel. Bei den Grünen sind hingegen 4 von 5 AkademikerInnen, bei den NEOS 0 von 2.

Die jüngste aussichtsreiche Kandidatin ist Elisabeth Fleischanderl von der SPÖ, sie ist Jahrgang 1995. Der älteste ist Rudolf Federspiel von der FPÖ, er ist Jahrgang 1949.

Von den bisherigen Mitgliedern der Tiroler Landesregierung kandidieren fast alle wieder auf sicheren Plätzen. Lediglich Christine Baur (GRÜNE) tritt nicht mehr an und Bernhard Tilg (ÖVP) kandidiert nur auf dem aussichtslosen Platz 15 der Landesliste

Tiroler KandidatInnen auskunftsfreudiger als niederösterreichische

Die meisten KandidatInnen erhielten von uns Mails mit Rückfragen zu ihrem Lebenslauf. Interessant sind in diesem Zusammenhang die SpitzenkandidatInnen: Das Büro von Günther Platter (ÖVP) antwortete innerhalb eines Tages, Anfragen an Markus Abwerzger (FPÖ) und Elisabeth Blanik (SPÖ) blieben hingegen ergebnislos. Von den anderen KandidatInnen waren insbesondere VertreterInnen von Grünen und FPÖ uns gegenüber sehr auskunftsfreudig. Von der SPÖ bekamen wir hingegen nur eine Antwort, von den NEOS gar keine. Insgesamt war die Antwortquote der Tiroler LandespolitikerInnen jedoch um dein Drittel höher als die der Niederösterreichischen.

Offenlegungsliste des Landtages verbesserungswürdig

Die Offenlegungsliste der Nebentätigkeiten der Landtagsabgeordneten in Tirol sind aus unserer Sicht stark verbesserungswürdig. Aus ihnen geht nur unzureichend hervor, welche Nebenbeschäftigungen entgeltlich ausgeübt werden und welche nicht.

 

Alle KandidatInnen für den Tiroler Landtag auf einen Blick

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