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#EU60

30.05.2017

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Der Hashtag #EU60 verweist derzeit in den sozialen Medien auf ein Jubiläum. Doch was wird hier genau gefeiert? Was auf den ersten Blick aussieht wie der sechzigste Geburtstag der Europäischen Union (EU) ist eigentlich “nur” der Sechziger der Römischen Verträge.



Sechzig Jahre EU - mehr als siebzig Jahre Frieden

Die Staatsoberhäupter von Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichneten am 25. März 1957 in Rom zwei Verträge, die einerseits den Grundstein zum gemeinsamen Binnenmarkt legten und andererseits die Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie regeln sollten. Während sich die teils utopischen Erwartungen an das Atomzeitalter nicht erfüllen sollten, entwickelte sich die 1957 zunächst als EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) gegründete Gemeinschaft mit ihren Organen und rechtlichen Grundlagen als nachhaltiges Friedensprojekt zur heutigen EU mit (derzeit noch) 28 Mitgliedsländern weiter. Mehr als siebzig Jahre ohne Krieg - alleine das wäre schon ein Grund zum Feiern. Am Jahrestag kommen nun die Mitglieder der EU-Führungsebenen und die Staats- und Regierungsoberhäupter der Mitgliedstaaten im Kapitol in Rom zusammen, auch ein Treffen mit Papst Franziskus steht am Programm, das am Samstag auch live übertragen wird.

 

Das Programm in Rom

via GIPHY

 

Das geplante Programm kann hier als PDF (englisch) heruntergeladen werden. Eine Meeting-Website wurde wie bei jedem Gipfeltreffen beim Europäischen Rat eingerichtet. Live Streams bieten das EU-Service EBS+ sowie das Europäische Parlament unter EP Live an. Der geplante Ablauf sieht so aus:

Freitag, 24. März um 18 Uhr: Audienz bei Papst Franziskus

Samstag, 25. März:

10:00 Uhr: Zeremonie im Kapitol,  Orazi und Curiazi Säle

11:50 Uhr: Familienfoto

12:00 Uhr: Pressekonferenz der Präsidenten Tusk, Tajani und Juncker sowie der Premierminster Gentiloni (Italien) and Muscat (Malta)

13:00 Uhr: Mittagessen auf Einladung des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella

14:15 Uhr: Familienfoto

 

Eine Deklaration für die Zukunft der 27

Ziel des Gipfels ist es, in symbolträchtiger Kulisse nämlich den historischen Räumlichkeiten in einer Deklaration das gemeinsame Engagement quasi zu erneuern. Diesmal werden allerdings nicht nur die sechs Staaten von 1957 sondern 27 vertreten sein. Der Vergleich des Familienbildes von damals und heute könnte trotz der Abwesenheit Großbritanniens beeindrucken, illustriert es doch eine trotz allem erfolgreich wachsende Integration.

 

#EU60 im Web

Sogar ein bisschen Online-Promotion gibt es: Ein Video zeigt im Zeitraffer nach rückwärts - da bewegt man sich immerhin in sicherem Gewässer - sechzig Jahre EU in sechzig Sekunden. Sechzig Testimonials aus verschiedenen Ländern erzählen in sechzig Kurzinterviews was es für sie bedeutet, Europäer und Europäerin zu sein. Wer sein Profilbild auf Facebook und Twitter europäisch branden möchte, kann das hier tun. Und wer Friedenstauben-Origamis falten möchte, findet hier eine Anleitung. Erfrischend ironische wie auch informative GIF Animationen gibt es hier, und für alle, die mehr Argumente brauchen, liefert die österreichische Vertretung der EU in einem 64 Seiten starken Folder 60 gute Gründe für die EU

 

Mehr Infos: 60 years of the Rome Treaties Website

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie zum Schwerpunkt EU.

Text: Mag. Dr. Michaela Amort, MES

Foto: Screenshot EU60in60 seconds

 

 

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