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Überblick KW18: Landtagswahlen in Salzburg

30.04.2013

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Eine Woche nach Tirol wählt diesen Sonntag mit Salzburg bereits das nächste Bundesland. Salzburg markiert den Schlusspunkt der Landtagswahlen und ist der letzte Urnengang vor der Nationalratswahl im Herbst 2013 . Sieben Listen stehen am 5. Mai zur Auswahl, "Meine Abgeordneten" hat einen Überblick über die Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien.  

  • Gabi Burgstaller (SPÖ): Vor genau neun Jahren wurde die gebürtige Oberösterreicherin als Landeshauptfrau angelobt, davor war sie Landeshauptfrau-Stellvertreterin (2001-2004) und Landesrätin (1999-2001). Burgstaller ist damit seit mehr als 14 Jahren in der Salzburger Landesregierung vertreten. Bis dahin war die studierte Juristin als Konsumentenberaterin in der Arbeiterkammer Salzburg tätig. Burgstaller steht aufgrund des Salzburger Finanzskandals unter heftiger Kritik, Haslauer löste deswegen die SPÖ-ÖVP-Koalition auf. 

  • Wilfried Haslauer (ÖVP): Haslauer studierte ebenfalls Rechtswissenschaften, arbeitete danach lange als Wirtschaftsanwalt. 2004, zeitgleich mit Burgstallers Angelobung zur Landeshauptfrau, wurde Haslauer Landeshauptfrau-Stellvertreter. Bei der Landtagswahl 2009 gelang es ihm nicht, Burgstallers SPÖ zu überholen und damit in die Fußstapfen seines Vaters Wilfried Haslauer sen. zu treten, der 1977-1989 Salzburger Landeshauptmann war. Für Aufsehen sorgten Recherchen von "Meine Abgeordneten" bezüglich der geschäftlichen Aktivitäten Haslauers: So wurde 2004 Haslauers Sekretärin im Landeshauptmann-Stv.-Büro zur Geschäftsführerin einer von Haslauer mitgegründeten Firma. Haslauer hatte diesen Posten aufgrund des Berufverbots von Mitgliedern der Landesregierung aufgeben müssen. Mittlerweile hat diese Funktion ein Anwalt aus Haslauers Kanzlei übernommen (im Detail hier nachzulesen).

Karl Schnell (FPÖ): Schnell ist der längstdienende freiheitliche Landesparteiobmann, er steht der FPÖ Salzburg seit 1992 vor. Der praktizierende Arzt war bereits in den 1990ern Mitglied der Landesregierung, wurde allerdings 1997 in einem Mißtrauensantrag von SPÖ und ÖVP abgewählt. Auslöser dafür war die „Datenklau-Affäre“: Mitarbeiter Schnells hatten Zugriff auf eine vertrauliche Liste des SPÖ-Obmanns Buchleitner erlangt. Heuer sorgte Schnell mit der Bemerkung, es fände eine „Umvolkung“ in Salzburg statt, für Aufsehen. 

  • Astrid Rössler (Grüne): Rösslers Biographie prädestiniert sie für die Funktion einer grünen Landessprecherin. Die gebürtige Salzburgerin ist Umweltjuristin und Mediatorin, war beruflich lange in der Landesumweltanwaltschaft aktiv. Seit 2000 ist Rössler als selbstständige Unternehmensberaterin tätig. Die Grünpolitikerin ist Obfrau des „Anrainerschutzverbandes Salzburg Airport“ und seit 2009 Landtagsabgeordnete. Dort leitete sie bis vor Kurzem den U-Ausschuss zum Salzburger Finanzskandal.

  • Hans Mayr (Team Stronach): Nach mehr als 35 Jahren in der ÖVP kehrte Mayr seiner politischen Heimat Anfang 2013 den Rücken und wurde prompt Spitzenkandidat des Team Stronach Salzburg. Seine Nominierung erfolgte weitaus reibungsloser als in Tirol, wo Namensvetter Hans-Peter Mayr letzten Sonntag den Einzug in den Landtag knapp verpasste. Der Salzburger Hans Mayr war 1986-2013 als Filialleiter bei der HYPO Salzburg tätig. Seit 2008 ist er Bürgermeister der Gemeinde Goldegg, weiters engagiert sich Mayr im Salzburger Blasmusikverband. 


Das BZÖ verzichtet in Salzburg auf einen Antritt. Neben den vorgestellten Parteien können Wähler ihr Kreuz auch bei der KPÖ oder den Piraten machen. 

Bild: Salzburger Altstadt, Creative Commons, Urheber: Thomas Pinatric 

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