12.11.2019

Steirische Landtagswahl 2019 – Männer an die Macht / BürgermeisterInnen in den Landtag: "Meine Abgeordneten" präsentiert 61 KandidatInnen

Steirische Landtagswahl 2019 – Männer an die Macht / BürgermeisterInnen in den Landtag: Meine Abgeordneten präsentiert 61 KandidatInnen
Steirische Landtagswahl 2019 – Männer an die Macht / BürgermeisterInnen in den Landtag: Meine Abgeordneten präsentiert 61 KandidatInnen

Auf den Wahllisten der steirischen Parteien gibt es mit rund einem Drittel einen vergleichsweise geringen Frauenanteil - aber immerhin ein Viertel der KandidatInnen sind (Vize-)BürgermeisterInnen. "Meine Abgeordneten" recherchierte die Biografien der aussichtsreichsten KandidatInnen zur steirischen Landtagswahl 2019 und auch, wessen Interessen sie vertreten. Hier geht es zu allen 61 KandidatInnen.

Die bemerkenswertesten Ergebnisse für Eilige

Bei der SPÖ sind die dominantesten Gruppen BürgermeisterInnen und GewerkschafterInnen, bei der ÖVP BürgermeisterInnen und LandwirtInnen. Die FPÖ hat unter 11 KandidatInnen 5 Vizebürgermeister und nur eine einzige Frau, die NEOS haben gar keine Frau an plausibel wählbarer Stelle. Unter den 4 KandidatInnen der KPÖ befinden sich ausschließlich Menschen, die von der Politik leben. Unter den mindestens 4 Mitgliedern christlicher Studentenverbindungen gibt es ein Mitglied einer Mädchenverbindung - sie ist auch die einzige Universitäts-Professorin unter allen KandidatInnen.

Intro

Voraussagen sind schwierig, insbesondere, wenn Sie die Zukunft betreffen. Wir haben uns daher an den aktuellen Umfragen für die Steiermark orientiert und außerdem angenommen, dass die Landesregierung personell unverändert bleiben wird (um in etwa vorhersagen zu können, wer nach der Regierungsbildung nachrücken wird). Heraus kommt ein interessantes Bild, wie sich die Parteien in der Steiermark aufgestellt haben:

SPÖ

Von den 15 SPÖ-KandidatInnen sind 7 Frauen und 6 AkademikerInnen, davon 2 weiblich. 4 der 15 KandidatInnen sind derzeit in der Landesregierung und über daher keinen anderen Beruf aus. Von den 11 verbliebenen sind 3 BürgermeisterInnen und ebenfalls 3 haben eine Nähe zu Arbeiterkammer bzw. Gewerkschaft. Das sind jeweils mehr als ein Viertel.

ÖVP

Unter den 23 KandidatInnen der ÖVP gibt es 14 Männer und 9 Frauen. 10 sind AkademikerInnen (davon 4 weiblich). Mindestens 4 der KandidatInnen sind Mitglieder einer christlichen Studentenverbindung. Darunter ist mit Sandra Holasek auch ein Mitglied einer Mädchenverbindung, sie ist gleichzeitig auch die einzige Universitäts-Professorin unter den 61 KandidatInnen.

4 der 23 ÖVP-KandidatInnen sind ebenfalls derzeit in der Landesregierung. Von den übrigen 19 KandidatInnen sind derzeit 7 aktive BürgermeisterInnen oder VizebürgermeisterInnen – das ist mehr als ein Drittel. Darunter sind auch zwei, die in ihren Gemeinden angestellt und damit ihre eigenen Vorgesetzten sind: Silvia Karelly aus Fischbach und Maria Skazel aus St. Peter im Sulmtal.

6 dieser 19 KandidatInnen, also ein knappes Drittel, sind von Beruf Landwirte - hier gibt es auch Überschneidungen mit den BürgermeisterInnen.

FPÖ

Die dominanteste Gruppe unter den KandidatInnen der FPÖ sind die Vizebürgermeister, von denen gibt es ganze 5 - aber keinen einzigen Bürgermeister. Unter den 11 untersuchten KandidatInnen der FPÖ gibt es mit Hedwig Staller gerade mal eine(!) Frau aber immerhin 5 AkademikerInnen - Frau Staller ist eine davon. Ansonsten finden wir auf den Listen eine interessante Mischung aus 2 Bauern, 2 Soldaten und mindestens 2 Burschenschaftern, ergänzt um je einen Vertreter von Gewerkschaft, Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer. Freiheitliche Diversität, gewissermaßen. :-)

GRÜNE, NEOS und KPÖ

Grüne: Unter den 6 KandidatInnen der Grünen gibt es drei Frauen und drei AkademikerInnen.

NEOS: Die NEOS haben realistische Aussichten auf 2 Mandate, und unter diesen befindet sich keine Frau. Aber selbst bei - unwahrscheinlichen - drei Mandaten würde der Frauenanteil lediglich ein Drittel betragen. Einer der beiden Kandidaten ist Akademiker.

KPÖ: Die KPÖ hat Aussicht auf 3-4 Mandate und würde diese jedenfalls mit zwei Frauen und mit 1-2 AkademikerInnen besetzen. Auffallend ist bei der KPÖ, dass alle vier untersuchten KandidatInnen beruflich praktisch ausschließlich in der Politik tätig sind.

Bildnachweis: 16-07-06-Landtagsgebäude Graz-RR2 0058.jpg by Ralf Roletschek / Roletschek.at, CC BY-SA 3.0 AT

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